Kochen erzeugt Klappern, Dunstabzug und Stimmen. Mit abwaschbaren Akustikpaneelen nahe harter Flächen, textilen Läufern, ruhigen Schranktüren und einer Dunsthaube mit leisem, entkoppeltem Motor wird der Bereich freundlich. Platzierte Deckensegel bremsen Höhen, während eine kleine, gerichtete Musikquelle Alltagsgeräusche mild kaschiert. Wege zum Esstisch bleiben offen, der Klang jedoch gebündelt. So bleibt die Küche Herzstück des Hauses, inspiriert Gespräche, drängt sich jedoch nicht unkontrolliert in andere Zonen.
Arbeiten im offenen Wohnkonzept verlangt Fokus, ohne sich zu isolieren. Ein Schreibtisch mit hochrückigem Stuhl, akustisch wirksame Pinnwände, ein Teppich und seitliche Stellwände mit Wollfilz fassen die Nische. Eine Richtmikrofon-Lösung plus dezent maskierendes Rauschen in Gesprächspausen schützt vertrauliche Inhalte. Der Blick bleibt in den Raum, doch der Klang fühlt sich gefasst an. So gelingt Videotelefonie klar, Tippen klingt sanft, und Konzentration wird alltagstauglich, selbst wenn Kinder vorbeihuschen.
Ein Sessel mit hoher Schale, flankiert von einem Bücherregal und einem weich gepolsterten Hocker, bildet eine kleine Klangmulde. Ein dichter Teppich unterbindet Trittschall, ein Vorhang segmentiert den Seitenraum bei Bedarf. Eine Stehleuchte mit Stoffschirm sorgt für visuelle Ruhe, während leise, warme Klänge von einem nahe gelegenen, gerichteten Lautsprecher das Umfeld einrahmen. Diese Insel lädt ein, durchzuatmen, ohne den offenen Charakter zu verlassen, und schafft spürbare Erholung im täglichen Miteinander.
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